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Archiv für Mai 2010

Kein Vergeben! Kein Vergessen!

+++Antifaschist aus dem Koma erwacht +++der Täter ist der aktive Neonazi Peter Rausch aus Fürth+++Antifaschistische Gruppen rufen zu Demonstrationen auf+++Neuer Indymedia Artikel+++Artikel der Fürther Nachrichten+++AZ Artikel+++NN-Artikel

Großdemos am 29. Mai:
12:00 Uhr Fürth, Hauptbahnhof
14:00 Uhr Nürnberg, Plärrer

Am Mittwoch wurde ein Nürnberger Antifaschist am Plärrer brutal zusammengeschlagen. PassantInnen mussten ihn zwei Mal reanimieren und die Ärzte haben ihn ins künstliche Koma versetzt. Die Vermutung, die seit gestern im Raum stand, dass es sich bei dem 24.jährigen Täter um einen Neonazi aus Fürth handelt wurde am heutigen Mittag von der Nürnberger Polizei bestätigt!

“Wir sind zutiefst geschockt und in Gedanken bei dem Antifaschisten.“, so ein Sprecher der Antifaschistischen Linken Fürth (ALF). „Wir hoffen auf eine baldige Besserung seines Gesundheitszustands und wünschen seinen Angehörigen und FreundInnen Kraft in dieser schrecklichen Situation.“

Kein Vergeben! Kein Vergessen!

Quelle: alf.blogsport.de

Her mit dem schönen Leben!

Im Folgenden dokumentieren wir den diesjährigen gemeinsamen 1. Mai-Flyer von der Gruppe FACK und uns:

Krise? Welche Krise?

Im Krisenjahr 2009 stimmten nicht wenige bereits ihre Klagelieder über einen bevorstehenden Zusammenbruch des Kapitalismus an. Doch 2010 befindet sich Deutschland angeblich bereits wieder im Aufschwung, auch wenn die ‚faulen‘ Griechen mit ihrem Pleitestaat das internationale Ansehen der EU beflecken.
Ist die Krise also bereits vorüber? Die einzig ehrliche Antwort lautet: NEIN! Mit der drohenden Staatspleite Griechenlands und den Wackelkandidaten der sogenannten PIIGS-Staaten (neben Griechenland noch Portugal, Italien, Irland und Spanien) steht die EU noch vor großen Problemen. Alle anderen EU-Staaten sind ebenfalls mit hohen Schulden belastet, was durch die Übernahme der Bankverbindlichkeiten während der Finanzmarktkrise zusätzlich verschärft wurde. Und auch wenn die Regierung und die Medien nicht müde werden den Aufschwung herbeizureden, hat auch Deutschland die Krise bei weitem noch nicht überwunden.
Die dramatischsten Folgen konnte Deutschland durch staatliche Konjunkturpakete und Hilfsleistungen für die gebeutelte Wirtschaft aufschieben bzw. abschwächen. Mit der Abwrackprämie wurden der Automobilindustrie mehrere Milliarden Euro geschenkt, während die Kurzarbeit die Folgen der Krise für den Arbeitsmarkt abfedert. Doch obwohl der deutsche Staat bis zu 100 % der Sozialabgaben während der Kurzarbeit übernimmt wurden bereits tausende (Leih-)Arbeiter_innen entlassen und der Druck auf die Noch-Beschäftigten hat deutlich zugenommen.

Endlich wird die Arbeit knapp!

Nicht nur die aktuelle Krise, sondern die allgemeine Entwicklungstendenz des Kapitalismus macht menschliche Arbeit überflüssig. Wenn der Kapitalismus in den letzten 400 Jahren etwas Gutes gebracht hat, dann die ungeheure Produktivkraftentwicklung: Wo früher Hunderte malochen mussten, reichen heute zehn; was früher Tage dauerte, schaffen Maschinen heute in wenigen Minuten. Doch diese Produktivkraftentwicklung nützt derzeit einzig dem Kapital, das menschliche Arbeit wegrationalisiert und durch gesunkene Lohnkosten seine Profite erhöht.
Grundsätzlich wäre es ja zu begrüßen, wenn die notwendige Arbeit mit weniger Einsatz menschlicher Arbeit zu bewerkstelligen wäre. Doch im Kapitalismus führt dies zu einer paradoxen Entwicklung: Die Produktivkraftentwicklung führt gleichzeitig zum Ausschluss ganzer Bevölkerungsteile von der Erwerbsarbeit und damit zu deren Verelendung, da sie ihren Lebensunterhalt nicht mehr oder nur noch durch staatliche Unterstützung bestreiten können. Dieser systematische Ausschluss von der gesellschaftlichen Teilhabe wird den Betroffenen dann auch noch als Schmarotzertum vorgeworfen. Anstatt also die gewachsenen Möglichkeiten der Produktion von Reichtum zu Gunsten aller zu nutzen, wird der Reichtum privat von wenigen angeeignet, während der Rest froh sein darf seine Arbeitskraft auch unter den erbärmlichsten Bedingungen zu reproduzieren.

„Wäre die Maschine das Eigentum aller, so hätte jeder Nutzen davon. Sie wäre der Gemeinschaft von größtem Vorteil. Jeder rein mechanische, jede eintönige und dumpfe Arbeit, jede Arbeit, die mit widerlichen Dingen zu tun hat und den Menschen in abstoßende Situationen zwingt, muß von der Maschine getan werden.[…] Jetzt verdrängt die Maschine den Menschen. Unter richtigen Zuständen wird sie ihm dienen.“ (Oscar Wilde, Die Seele des Menschen im Sozialismus, S. 34)

Kapitalismus abwracken!

Das Elend der Welt ist nicht Schuld von anglo-amerikanischen Heuschrecken oder gieriger Manager. Es ist die konsequente Folge des kapitalistischen Normalbetriebs! Die Krise der Arbeiter_innen ist in Wirklichkeit nur der Ausdruck der kapitalistischen Krisenhaftigkeit. Wenn sich der Kapitalismus außer Lage zeigt die gestiegenen Möglichkeiten der Bedürfnisbefriedigung vernünftig zu organisieren, sondern stattdessen nur die Konkurrenz und den Leistungsdruck zwischen den Menschen erhöht, dann muss man sich vernünftigerweise fragen, ob der Kapitalismus nicht endlich überwunden werden muss.

„Ich will ja gar nichts anderes, als daß die Welt so eingerichtet wird, daß die Menschen nicht ihre überflüssigen Anhängsel sind, sondern daß in Gottes Namen die Dinge um der Menschen Willen da sind und nicht die Menschen um der Dinge Willen, die sie noch dazu selbst gemacht haben.“ (Theodor W. Adorno)

Her mit dem schönen Leben!

Der Kapitalismus hat die Mittel bereitgestellt, um allen Menschen weltweit ein schönes Leben zu ermöglichen. Doch im Kapitalismus wird menschliche Arbeit so organisiert, dass sie zum Schaden der Menschen ist. Deswegen treten wir für ein Ende dieser Diktatur des Profits über die menschlichen Bedürfnisse ein und fordern die vernünftige Organisation der Produktion zur menschlichen Bedürfnisbefriedigung!
Gegen die menschenverachtende wie krisenhafte Dynamik des Kapitalismus setzen wir daher die Vision einer kommunistischen Gesellschaft, in der nicht staatliche Zwecke oder die Zwänge des Marktes, sondern die menschlichen Bedürfnisse der Maßstab der Produktion sind.

Keinen Finger krumm für diese Gesellschaft!
Luxus für alle!
Für den libertären Kommunismus!

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