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Refugee Protest Camp ab 23.05. in Landshut

Was 2012 zunehmend an Dynamik gewonnen hat und im noch jungen Jahr 2013 konsequent weitergeführt wurde, strebt weiter und fokussiert sich für die nächsten 10 Tage auf Landshut: Der Kampf der Flüchtlinge in Deutschland gegen die systematische Unterdrückung, Diskriminierung und Ausgrenzung, welche Regierung wie oft auch Bürger_innen auf die als „Asylsuchende“ diskreditierten Non-Citizens anwenden.

Denn das sind Flüchtlinge in Deutschland, Europa und letztlich der gesamten Welt: Nicht-Bürger_innen, denen die Gesellschaft Rechte und Privilegien ausschlägt, welche sie selbst als selbstverständlich ansieht und wegen deren angeblichen Erhalt sie sich selbst hochleben lässt.

Doch die Realität ist: Flüchtende werden gewaltsam davon abgehalten, eine im Kapitalismus schlichtweg lebensnotwendige Lohnarbeit auszuführen. Sie haben keinerlei Möglichkeit auf gesellschaftliche Teilnahme oder Bildung. Freizügigkeit ist für die Non-Citizens ein Privileg, dass sie nicht haben und sich nur in wenigen Ausnahmefällen erkämpfen können. Nahrungsmittel erhalten sie lediglich in Form von Paketen, die nur dazu dienen, die Non-Citizens mit minimalen Mitteln am Leben zu halten. Und weil das alles noch nicht genug wäre, haben die Flüchtlinge jede Minute ihres Lebens zu befürchten, von staatlichen Repressionsorganen in ihre sogenannte „Heimat“, an den Ort, den sie nach Jahren des Leidens unter Lebensgefahr verlassen konnten, abgeschoben zu werden. Ohne Rücksicht, Wiederkehr, finanzielle Mittel, Freunde und Angehörige.

Daher ist es ein radikaler und wichtiger Schritt, dass Flüchtlinge in vielen Städten wie Berlin, München, Regensburg und nun auch Landshut ihren Kampf für ein Leben als Mensch auf die Straße tragen, sich selbst organisieren der staatlicher Kontrolle in Teilen entgehen.

So werden in den nächsten 10 Tagen Aktivist_innen der Flüchtlingsbewegung in Landshut am Dreifaltigkeitsplatz in der Altstadt campieren, 24 Stunde am Tag, um auf ihre miserable Situation aufmerksam zu machen, sich auszutauschen, den Protest zu organisieren und letztlich diskriminierende Asylgestze zu stürzen.

Das Forum Autonomer Umtriebe erklärt grenzenlose Solidarität mit den Kämpfenden und ruft alle Bewohner_innen Landshuts und Umgebung dazu auf, dass Camp in Wort und Tat zu unterstützen! Zur Fortführung des Protests werden dringend Helfer_innen, Lebensmittel und finanzielle Mittel benötigt.

Aus diesem Grund können alle Interessent_innen Freitags den 24.05. gegen 16.00 Uhr das Camp aufsuchen, um sich mit den Flüchtlingen auszutauschen und den gemeinsamen Protest zu planen. Dies ist natürlich auch zu jedem anderen Tag möglich.

„No Nation – No Border!“ ist und bleibt aktuell.